Berichte

14.08.2019 Verabschiedung von Pfarrer Anton Spreitzer und Pfarrsekretärin Christa Spreitzer

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Die katho­li­sche Pfarr­kir­che in Orten­burg war über­voll, als Pfar­rer Dr. Anton Spreit­zer am Fest Mariä Him­mel­fahrt, am Tag des Kir­chen­pa­tro­zi­ni­ums, sei­nen Abschieds­got­tes­dienst fei­er­te; auch ein Zei­chen der Wert­schät­zung, die ihm im gesam­ten Pfarr­ver­band ent­ge­gen­ge­bracht wurde. 

Ich war sehr ange­spannt, als ich vor 5 Jah­ren bei mei­nem ers­ten Got­tes­dienst aus der Sakris­tei in die Kir­che ging.“ So begann Pfar­rer Spreit­zer sei­ne Pre­digt. Er sei posi­tiv über­rascht gewe­sen und im Nach­hin­ein sehr dank­bar für das gro­ße Wohl­wol­len und die Offen­heit, die ihm von Beginn an ent­ge­gen­ge­bracht wur­den. Dies gel­te auch für die Zusam­men­ar­beit mit der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de. Die Öku­me­ne sei mit ein Grund gewe­sen für sei­nen Wech­sel nach Orten­burg. In ver­trau­ens­vol­lem Mit­ein­an­der konn­te Vie­les auf einen guten Weg gebracht wer­den. Neben der Kir­chen­re­no­vie­rung sei die Bil­dung des Pfarr­ver­ban­des vor 3 Jah­ren mit den 5 Pfar­rei­en Orten­burg, Dorf­bach, Unterigl­bach, Holz­kir­chen und Neu­stift sowie der Expo­si­tur Obe­rigl­bach die größ­te Bewäh­rungs­pro­be sei­ner Amts­pe­ri­ode gewe­sen. Rück­bli­ckend sei er immer noch erstaunt, wie die­ser gro­ße Ein­griff in die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur trotz unter­schied­li­cher Tra­di­tio­nen und Gewohn­hei­ten in den ein­zel­nen Pfar­rei­en bewäl­tigt wer­den konn­te, ohne dass es zu grö­ße­ren Ver­wer­fun­gen kam. Er freue sich für sei­nen Nach­fol­ger Anton Hasel­ber­ger, dass die­ser das Zusam­men­wach­sen wei­ter beglei­ten dürfe. 

Pfar­rer Spreit­zer bedank­te sich bei allen, die sich in der Pfar­rei enga­giert haben, bei den haupt­amt­li­chen und ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern. Beson­ders wert­voll sei­en für ihn die Begeg­nun­gen mit Kin­dern in den Schu­len wie in den Kin­der­gär­ten, die mit ihrer Unver­stellt­heit und Ehr­lich­keit jedem hel­fen könn­ten, die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten im Leben zu set­zen. Die vie­len zum Teil inten­si­ven Erfah­run­gen in den unter­schied­lichs­ten Berei­chen kämen sicher auch sei­ner neu­en Tätig­keit als Direk­tor des Hau­ses der Begeg­nung Hei­lig Geist in Burg­hau­sen zugu­te.“ Ohne Gott geht nichts, mit Gott geht alles“, mit die­ser Bot­schaft schloss Pfar­rer Spreit­zer sei­ne Ansprache. 

Am Ende des Got­tes­diens­tes bedank­te sich die Vor­sit­zen­de des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes Bea­te Wein­ber­ger In sehr per­sön­li­chen Wor­ten bei Pfar­rer Spreit­zer. Eigent­lich hät­te die Pfarr­ge­mein­de beim Bischof Ein­spruch ein­le­gen müs­sen gegen die Ver­set­zung, wegen gerin­ger Erfolgs­aus­sich­ten habe man aber dar­auf ver­zich­tet“, mein­te sie schmun­zelnd. Als gemein­sa­mes Geschenk des Pfarr­ver­ban­des über­reich­te sie eine geschnitz­te Sta­tue des hei­li­gen Antonius

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Einen beson­de­ren Dank rich­te­te sie an die schei­den­de Pfarr­se­kre­tä­rin Chris­ta Spreit­zer, die Mut­ter von Pfar­rer Spreit­zer, die am 1. Sep­tem­ber in den Ruhe­stand geht. Wäh­rend ihrer gesam­ten 5-jäh­ri­gen Tätig­keit bewies sie nicht nur gro­ße Fach­kom­pe­tenz und orga­ni­sa­to­ri­sches Geschick, ihre Offen­heit und Herz­lich­keit sorg­ten von Beginn an für eine äußerst wohl­tu­en­de Atmo­sphä­re im Pfarr­bü­ro.

Kir­chen­pfle­ger Andre­as Ret­ten­ber­ger schloss sich den Dan­kes­wor­ten von Bea­te Wein­ber­ger an. Er zog Par­al­le­len zwi­schen dem Wir­ken des Pfar­rers und dem Schaf­kopf­spiel, einer gro­ßer Lei­den­schaft von Pfar­rer Spreit­zer. Er hob sei­ne Bereit­schaft zum Mit­spie­len, zur Zusam­men­ar­beit her­vor, aber auch wie bei einem Solo allei­ne vor­an­zu­ge­hen und Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

Der 2. Bür­ger­meis­ter Lud­wig Not­haft über­brach­te die Grü­ße von Bür­ger­meis­ter Ste­fan Lang. Er blick­te zurück auf das gewal­ti­ge Arbeits­pen­sum von Pfar­rer Spreit­zer inner­halb der letz­ten 5 Jah­re, das von der gelun­ge­nen Kir­chen­re­no­vie­rung und Fried­hofs­ge­stal­tung über Kin­der­gar­ten­um­bau bis hin zum Abschluss der Pro­mo­ti­on reicht. Mit sei­ner Bereit­schaft zum Zuhö­ren, sei­nem Humor, sei­ner Fähig­keit auch ein­mal über sich selbst zu lachen und sei­nen wohl­über­leg­ten Pre­di­gen sei es ihm gelun­gen, vie­le wie­der näher an den Glau­ben her­an­zu­füh­ren.

Schließ­lich bedank­te sich das Mit­glied des evan­ge­li­schen Kir­chen­vor­stands Harald Roit­ner in Ver­tre­tung von Pfar­rerehe­paar Hofer für die stets kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit Pfar­rer Spreit­zer, den er in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit sei­nem fes­ten Glau­ben, kla­ren Stand­punk­ten und Dis­kus­si­ons­freu­de schät­zen gelernt habe.

Beim anschlie­ßen­den Steh­emp­fang im Pfarr­heim blieb den Got­tes­dienst­be­su­chern noch bis weit in den Nach­mit­tag hin­ein Zeit, sich per­sön­lich von Pfar­rer Spreit­zer zu ver­ab­schie­den.

(Robert Bau­er)

05.06.2019 Besuch des Fauenbundes Ortenburg im Ziegel- und Kalkmuseum in Flintsbach

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Einen Ein­blick in die his­to­ri­sche Kalk­ge­win­nung erhiel­ten Mit­glie­der des Frau­en­bun­des in Orten­burg bei einem Aus­flug in das Zie­gel- und Kalk­mu­se­um in Flintsbach.

Unter der fach­kun­di­gen Füh­rung von Dr. Wal­ter Madl traf sich die Grup­pe zunächst am Alten Amts­hof in Flints­bach und besich­tig­te die dor­ti­ge Johan­nis – Kapel­le. Mit ihren roma­ni­schen Wur­zeln ist sie eine der ältes­ten Sakral­bau­ten der Gegend. Dort konn­ten die Besu­che­rin­nen eine beson­de­re Rari­tät bewun­dern: eine der weni­gen noch vor­han­de­nen Johan­nes­schüs­seln mit Haupt. Eine inter­es­san­te Dis­kus­si­on ergab sich über die bis heu­te noch etwas unkla­re Deu­tung der erhal­te­nen Fres­ken in der Kirche. 

Dann ging es auf dem Muse­ums­ge­län­de zum alten Stein­bruch, wo Geschich­te und Bedeu­tung des Kalk­ab­baus erklärt wur­de. Dabei wur­de deut­lich, wel­che Mono­pol­stel­lung die Flints­ba­cher Kalk­ge­win­nung in der Regi­on hat­te. Sie zeig­te gro­ße Aus­wir­kung, bis hin zur Anwer­bung von ers­ten Gastarbeitern.

Mit dem alten Ring­ofen konn­te man ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel gro­ßer indus­tri­el­ler Inno­va­tio­nen besich­ti­gen mit der Mög­lich­keit, erst­mals in gro­ßem Maß­stab Kalk zu gewin­nen. An der his­to­ri­schen Anla­ge war die Funk­ti­ons­wei­se die­ser ab 1883 ein­ge­führ­ten neu­en Tech­nik anschau­lich nach­zu­voll­zie­hen. Ergän­zend gab es geo­lo­gi­sche Infor­ma­tio­nen zur Ent­ste­hung die­ses Kalkvorkommens. 

Gro­ßes Inter­es­se fan­den auch die Aus­füh­run­gen Dr. Madls (im Bild 2. von rechts) über die Bedeu­tung von Feu­er­stei­nen (frü­her Flint­stei­ne) von der Stein­zeit bis in die Neu­zeit. Der Orts­na­me Flints­bach ist eben­so dar­auf zurück­zu­füh­ren wie der für Geweh­re noch heu­te übli­che Begriff Flinte. 

Ruth Bau­er vom Füh­rungs­team des Frau­en­bunds bedank­te sich abschlie­ßend bei Dr. Madl, der mit fun­dier­tem Fach­wis­sen unter­halt­sam und kurz­wei­lig durch den infor­ma­ti­ven Nach­mit­tag führte. 

Die gemüt­li­che Ein­kehr im Mühl­ha­mer Kel­ler run­de­te den inter­es­san­ten Aus­flug ab.

(Ruth Bau­er)

26.05.2019 Maiandacht der KAB Ortenburg

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Bei der Mai­an­dacht der KAB Orten­burg, die die­ses Jahr in der Kir­che St. Mar­tin in Obe­rigl­bach gehal­ten wur­de, fan­den sich wie­der zahl­rei­che Mit­glie­der ein. Es wur­de kräf­tig gebe­tet und gesun­gen für das Wohl des gan­zen Pfarr­ver­ban­des und zur Ehre von Maria.

Bei einem gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein im Anschluss beim Strau­bin­ger Wirt in Atz­ing wur­de viel gelacht. Es wur­de all­ge­mein bedau­ert, dass dies die letz­te Mai­an­dacht mit Pfar­rer Spreit­zer war — obwohl bereits der 03.05. in Burg­hau­sen als Ter­min und Ort für die Mai­an­dacht 2020 fest­ge­legt wur­de. Herr Pfar­rer Spreit­zer sprach die­se Ein­la­dung aus.

Aus Ter­min­grün­den konn­te auch jetzt erst die Spen­de vom Fas­ten­es­sen über­ge­ben wer­den. Immer­hin kamen 300,00 € zusam­men. Somit ist wenigs­tens ein Laut­spre­cher bezahlt.

(Mari­an­ne Wimmer)